DIE HISTORIE

Gestern Hallenbad, heute Innovations- und Kulturzentrum. Anlässlich des 100 Jährigen Stadtjubiläums 1953 spendete die BASF der Stadt eine Million DM zum Bau eines Hallenbads. Der Architekt Heinrich Schmitt kann auf bereits vorhandenen Pläne zurückgreifen.  Nach einer 26-monatigen Bauphase wird das Hallenbad Oktober 1956 eröffnet.

Während der Ära Kohl war der Saunabereich des Hallenbades Nord gern und auch häufig genutzte Rückzugsstätte des Kanzlers. Während eines Aufgusses mit Michail Gorbatschow, die Einheit verhandelt wurde. Was davon wirklich stimmt, kann heute mit Sicherheit keiner mehr sagen – die 1 cm dicken Bleiplatten haben jegliches Mithören verhindert.

In frühen 1990er Jahren wird ein hoher Sanierungsbedarf am Hallenbad festgestellt. Die Schließung des Bades kommt ins Gespräch, und löst großen Widerstand mit Unterschriftensammlungen aus. 1995 fällt schließlich die Entscheidung für das Aus und 2001 erfolgt die endgültige Schließung.

Nach verschiedenen Ideen und Konzepten wie dieses Gebäude wieder genutzt werden könne, kaufte die GML das Wettkampfbecken, quasi das Kopfgebäude, und nutzt dieses noch heute als Löschwasserbevorratung für das eigene Müllheizkraftwerk. Im Dezember 2016 erwarb die heutige Freischwimmer GmbH als Tochter der Technischen Werke Ludwigshafen AG (TWL AG), die restlichen Gebäudeteile bestehend aus Foyer, Sauna- und Lehrschwimmbeckenflügel. Ziel: in den denkmalgeschützten Räumlichkeiten einen wirklich besonderen Raum für Ideen und Innovation zu schaffen. Das ist nicht nur baulich gelungen - der Freischwimmer ist mit Sicherheit eine der coolsten Locations in Ludwigshafen. Das denkmalgeschützte Gebäude mit seinem filigranen Architekturstil der 50er Jahre, präsentiert heute eindrucksvoll die damals prägenden baulichen Grenzen der Physik.

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